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42 Tote in der PLR

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Unfall 17

 

 

Schwäbisch Hall - Beim Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge in der Nähe von Schwäbisch Hall im Nordosten Baden-Württembergs sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

 “Die Maschinen seien im Landeanflug auf den Adolf Würth Flughafen gewesen, teilte die Polizei am späten Nachmittag mit. Demnach handelt es sich um ein Sportflugzeug und um ein Ultraleichtflugzeug. "Sie waren im Landeanflug, mehr kann ich noch nicht sagen", erklärte ein Polizeisprecher.

Ob es weitere Opfer gab, war zunächst unklar. Die Rettungskräfte seien noch nicht zu dem verunglückten Sportflugzeug vorgedrungen, weil für sie eine Gefahr von den Schleudersitzen für Insassen ausgehe, sagte der Sprecher. . . . . . “
Unfall 15

Quelle:  www.tag24.de

 

16.04.2018

“ . . . . . Die Absturzstelle rund 600 Meter von dem dortigen Flughafen Adolf Würth wurde weiträumig abgesperrt. Ein Polizeihubschrauber war vor Ort. Das Technische Hilfswerk sollte die Unglücksstelle ausleuchten. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurden eingeschaltet. Woher die Flugzeuge kamen, war am Abend unklar. . . .”

Quelle: www.t-online.de/nachrichten

 

18.04.2018 Beitrag in PuF von Peter Klant an Chris T Bewertung: +8.00 [8]

Peter Kant schreibt: ”Ich würde gerne noch mal auf den Ausgangspunkt der Diskussion zurückkommen: Eine traurige Kollision zweier Flugzeuge im Anflug.


Nun rutscht die Diskussion wieder in Richtung "Flugleiterplicht abschaffen". Ich denke, das ist ein ganz anderes Thema.

Der Flugleiter ist nicht für die Separation von anfliegenden Flugzeugen verantwortlich. Außerdem ist über die Rolle des Flugleiters bei diesem Unfall noch nichts bekannt.

Die Verantwortung für die Einhaltung der Ausweichregeln und das "See & Avoid" liegt ganz bei den Piloten - sogar an kontrollierten Flugplätzen, wie das in einer anderen Diskussion gerade besprochen wird.

Wir müssen uns also bei dieser und einigen anderen Kollisionen fragen, ob das Konzept "See & Avoid" noch funktioniert. Offenbar nicht immer. Wir können an uns selbst arbeiten und mehr rausschauen. Das leidet deutlich durch die zunehmende "iPhonisierung" im Cockpit.

Dann sollten wir uns Gedanken machen, ob in der Zeit von Assistenzsystemen im Auto nicht auch bald die Zeit gekommen ist für ein einheitliches Kollisionswarnsystem in Flugzeugen. Zur Zeit wird ein buntes Mischmasch aus nicht kompatiblen Systemen benutzt: Transponder, Flarm, ADS-B. Wie waren die beiden beteiligten Flugzeuge ausgerüstet und wenn sie ein Warnsystem hatten, warum hat das nicht geholfen?

Zuletzt sollten wir uns an die eigene Nase greifen, was die Funkkommunikation in der Platzrunde angeht. Das wurde ja weiter oben schon angesprochen. Wir brauchen klare Positionsmeldungen in der Platzrunde und im Anflug. Und wir brauchen Piloten, die laut und deutlich über Funk nachfragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, oder wenn Zweifel bestehen, wo der andere rumfliegt. Wie schon jemand schrieb: nicht antworten, weil man "nur mit dem Flugleiter redet" geht gar nicht. Da gibt es wohl an den Flugschulen noch viel Trainingsbedarf.

Und noch etwas:
Standartisiertes Fliegen in der Platzrunde hilft. Ruhiges Fliegen auf vorhersehbarens Tracks, keine Vollkreise, keine steepturns. Nur so haben die anderen Verkehrsteilnehmer eine Chance vorauszusehen, was die Kollegen denn so als nächstes machen werden. Siehe dazu auch mein Artikel "Konflikte in der Platzrunde" in Pilot und Flugzeug 2018-02 und 2018-03.”

 

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