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» Märkische Allgemeine » Lokales » P.-Mittelmark » Lokalnachrichten 24.05.2011

Zitat:

Warum der erfahrene Pilot am Flugplatz Saarmund zu niedrig flog, ist weiterhin unklar. Vorne die Überreste des Ultraleichtflugzeugs. Dahinter liegt der Rumpf des Segelflugzeugs. Die Tragflächen wurden beim Zusammenprall abgetrennt.


SAARMUND - Der Unglücksflug eines Ultraleichtflugzeuges von Schönhagen nach Saarmund bleibt weiter ein Rätsel. „Wir sind mitten in den Ermittlungen, es gibt derzeit keine neuen Erkenntnisse“, hieß es gestern in der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig.

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft bestätigte unterdessen die Vermutung, dass das Ultraleichtflugzeug zu niedrig flog. Wie berichtet, waren am vergangenen Samstag beim Zusammenstoß von zwei Kleinflugzeugen über dem Flugplatz Saarmund drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten soll es sich um zwei Berliner und einen 58-jährigen Segelflugschüler aus Potsdam handeln, der Mitglied der Saarmunder Luftsportvereinigung Milan war.
Bei sonnigem Wetter hatte das Ultraleichtflugzeug in etwa 250 bis 300 Metern Höhe mit dem Propeller ein Segelflugzeug in Höhe der Pilotenkanzel gerammt. Der Segelflieger wurde gerade von einer Seilwinde hochgezogen und hatte keine Chance auszuweichen.
Der Pilot des Ultraleichtflugzeuges „hätte in dieser Höhe nicht fliegen dürfen“, sagte gestern Tom Köpping von der Potsdamer Staatsanwaltschaft.

„Ungeklärt ist, warum er so niedrig flog.“ Die Experten aus Braunschweig sollen untersuchen, ob möglicherweise ein technischer Defekt oder menschliches Versagen zum Unglück führten oder ob der Pilot des Ultraleichtfliegers ein „medizinisches Problem“ hatte.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Obduktion der drei Leichname beantragt. Mit ersten Erkenntnissen sei frühestens am heutigen Tag zu rechnen, so Köpping. Der Flugplatz Saarmund ist gestern wieder für den Flugbetrieb freigegeben worden. Bei der Beräumung des Flugfeldes sind Personalausweis und Kreditkarte des verunglückten Piloten des Ultraleichtflugzeuges gefunden worden. Er war Inhaber der Flugschule „Gyrocrew“, die auf dem Flugplatz Schönhagen ansässig ist. Seine Flugschule hatte sich am Samstag am landesweiten „Tag des offenen Unternehmens“ beteiligt. Gegen 15.30 Uhr soll er mit einem Passagier aus Berlin zu einem letzten Rundflug des Tages gestartet sein. Ob er deshalb möglicherweise müde und unkonzentriert war, bleibt Spekulation.

Für Kollegen aus der Sportfliegerei ist es immer noch rätselhaft, warum der erfahrene Pilot in so niedriger Höhe am Flugplatz Saarmund unterwegs war. Er hatte per Funk keine Landung angemeldet. Wenn er den Flugplatz nur überfliegen wollte, hätte er das in etwa 610 Metern Höhe (2000 Fuß) tun müssen. Er war deutlich niedriger. Der Pilot, der mit dem Ultraleichtflugzeug aus dem zwölf Kilometer entfernten Schönhagen kam, hatte einst selbst in Saarmund eine Flugausbildung auf Tragschraubern – sogenannten Gyrocoptern – absolviert und soll die Gegebenheiten am Flugplatz mit dem dortigen Segelflugbetrieb gut gekannt haben. Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen am Startfeld in Saarmund ein Segelflugzeug gestanden haben, ein anderes war bereits in der Luft und das dritte wurde von einer Seilwinde hochgezogen. Es gilt die Regel, dass Fluggeräte, die am Schleppseil hängen, „Vorfahrt“ haben. Warum der erfahrene Pilot einige Regeln (z.B. LuftVO § 23 Pkt.7) nicht einhielt, ist unerklärlich, sagte ein Fluglehrer. „Was sich in dem Flugzeug abgespielt hat, weiß keiner.“

(Von Jens Steglich)

Quelle: morgenpost.de/berlin-aktuell/article1648095/Absturz-Truemmer-ueber-Hunderte-Meter-verstreut.html

Am Beginn auch dieser “Kausalkette” die zu diesem Unfall mit 3 Toten im Platzbereich führte, stand mangelhafte/fehlende Kommunikation des anfliegenden Piloten.

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