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TELGTE - Zwei Männer sind bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend (14.09.2014) in Telgte lebensgefährlich verletzt worden. Die L585 war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen gesperrt. Die Klärung der Ursache dauerte am Montag noch an.

                                                                     © dpa  zum Zeitungsartikel

Zitat:

“Zur Unfallzeit gegen 18.10 Uhr befanden sich das danach abgestürzte Ultraleichtflugzeug vom Typ Dallach D 4 "Fascination" sowie eine Schleppmaschine für Segelflugzeuge nach Polizeiangaben im Landeanflug auf den Flughafen Berdel. Beide Maschinen befanden sich auf gleicher Höhe. Der 48-jährige Pilot aus Warendorf führte mit seinem Flugzeug ein Ausweichmanöver durch, dennoch kam es aus bislang ungeklärten Gründen zum Absturz in einem in Flughafennähe befindlichem Maisfeld. Die Schleppmaschine flog ein 32-jähriger Mann aus Münster.

Inwieweit das herunterhängende Schleppseil dieser Maschine mit dem Absturz in Zusammenhang steht, blieb zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft Münster hat einen Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eingeschaltet, der an der Absturzstelle weitere Untersuchungen vornimmt. Die Ermittlungen des Sachverständigen, der Bezirksregierung Münster und der Polizei werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Der 48-jährige Warendorfer sowie der 56-Jährige aus Rheurdt sind ausgebildete Piloten. Der Warendorfer ist zugleich Fluglehrer und befand sich mit dem 56-Jährigen auf einem Einweisungsflug.

Zur Absturzstelle geeilte Ersthelfer befreiten die beiden Männer am Sonntagabend aus dem brennenden Wrack, leisteten Erste Hilfe und versuchten den Brand mit mitgebrachten Feuerlöschern einzudämmen. Die Feuerwehr Telgte löschte nach Alarmierung das brennden Flugzeug. Das DRK Telgte richtete am Flughafen für die Ersthelfer sowie den Betroffenen nahestehenden Personen eine Betreuungsstelle ein. Rettungshubschrauber brachten den Piloten aus Warendorf und seinen Flugschüler in Krankenhäuser.

Bei den Rettungsarbeiten verletzten sich ein 53-jähriger Ersthelfer sowie ein Feuerwehrmann. Vor Ort waren desweiteren der Löschzug Alverskirchen, Rettungswagen aus den Standorten Ostbevern und Telgte, der Notarzt aus Telgte sowie der OrgaLeiter und Leitende Notarzt des Rettungsdienstes.

Der Schaden des abgestürzten Flugzeugs wird auf 50.000 Euro geschätzt. - WA”

 

Nachtrag vom 26.9.2014

Auch der zweiter Insasse ist gestorben

“MÜNSTER

Auch der zweite Insasse des Kleinflugzeugs, das am 14. September auf dem Flugplatz in Telgte abgestürzt war, ist tot. Der 56-jährige Flugschüler aus Rheurdt, der das Flugzeug gesteuert hatte, verstarb in der Nacht zu Donnerstag in einem Krankenhaus. Das bestätigte die Polizei in Warendorf.Schon am Dienstag verkündete Pressesprecher Peter Spahn den Tod des 48-jährigen Fluglehrers. Zugleich teilte er mit, dass der Pilot aus Rheurdt noch am leben sei. In der Nacht zu Donnerstag erlag er nun seinen schweren Verbrennungen.

Vor knapp zwei Wochen stürzte das Kleinflugzeug mit den beiden Männern beim Landeanflug in ein Maisfeld. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) scheint die Ursache für das Unglück bereits ermittelt zu haben.
Vermutlich ist die Maschine in ein Schleppseil einer Schleppmaschine für Segelflugzeuge geflogen, die sich ebenfalls im Landeanflug befand. Germout Freitag von der BFU erklärte: „Es dauert aber in der Regel sechs bis acht Wochen, bis der erste Zwischenbericht fertig ist.“

Münster - Münstersche Zeitung - Lesen Sie mehr auf:           
www.muensterschezeitung.de/

Nachtrag vom 25.Juni 2015       

Geldstrafe für den Unglückspiloten!

“5.000 Euro Geldbuße muss ein 33-jähriger Pilot zahlen, obwohl dem Piloten (sei) kein grob pflichtwidriges Verhalten nachzuweisen” ist. Er war im September vergangenen Jahres an einen Flugunfall in Telgte beteiligt.”

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Nachtrag vom 25.September 2015

Ursache war mangelhafte (fehlende!) Kommunikation zwischen den anfliegenden Maschinen und Mißachtung von allgemeinen Regeln (Einflug in eine Platzrunde, SERA.3225). Der BFU Unfallbericht  (PDF BFU_3X099-14) wurde jetzt veröffentlicht.
http://www.bfu-web.de

 

Ergänzung 8.Mai 2017

Zitat BFU Bericht Seite 3 :

“ Nach Aussage einer weiteren Zeugin (Startleiterin Segelflugbetrieb) habe sich das Schleppflugzeug in der Nordplatzrunde zur Landung per Funk angekündigt. Es habe dann in einer 180-Grad-Kurve am Ende des Rollfeldes zur Landung angesetzt.
„Plötzlich“ habe sie dann das zweite Flugzeug bemerkt, dass sie als etwas tiefer fliegend wahrgenommen hatte. Von diesem Flugzeug habe sie „keine Funkdurchsagen“ gehört.”  

Eine 180 Grad Landekurve ist, ohne den Flugplatzverkehr zu beobachten, pflichtwidrig.

SERA.3225 Buchstabe a + b verpflichtet:  “den Flugplatzverkehr zu beobachten, um Zusammenstöße zu vermeiden, sowie sich in den Verkehrsfluss einzufügen ...” .

Das heißt auch, den Funk abzuhören, und selbst exakte Positionsmeldungen abzusetzen um es dem Flugplatzverkehr zu ermöglichen sich ein Lagebild zu machen. Diese Positionsmeldungen gelten nicht dem “Bodenfunkstellenoperateur” sondern vorrangig dem Flugplatzverkehr! (Merke: Der “Bodenfunkstellenoperateur” ist kein “Flugplatzverkehr”!)

                

Am Beginn auch dieser “Kausalkette” die zu diesem Unfall mit 2 Toten im Endanflug führte, stand mangelhafte/fehlende Kommunikation zwischen den anfliegenden Piloten (Air-to-Air). An unkontrollierten Plätzen gibt es keinen “Flugleiter” (der heißt nur so) ! Verantwortlich ist immer und überall nur der PIC!

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